Sex, Streit, laute Musik – was an den Nachbarn am meisten nervt

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Nachbarn können wunderbar sein, aber auch wahnsinnig nerven. Am meisten gestört fühlen sich Schweizer, wenn sie Streitgespräche, Haustiere oder laute Musik von nebenan anhören müssen. Dabei zeigen vor allem Geringverdiener wenig Toleranz gegenüber ihren Nachbarn.

Die Müllers auf der linken Seite streiten mal wieder, der Hund von den Hubers bellt zu unmöglichen Zeiten und der Zigarettenrauch von der WG unten zieht in die Wohnung: Schnell ist in solchen Situationen der nachbarschaftliche Frieden dahin. Das ergab eine repräsentative Umfrage von immowelt.ch.* Generell gilt: Dringen zu viele Geräusche durch die Wände, kann darunter schnell das nachbarschaftliche Verhältnis leiden.

Dabei empfinden 23 Prozent der Befragten besonders lautstarken Streit oder Gespräche von ihren Nachbarn am nervigsten. Kläfft ständig der Hund nebenan, fühlen sich 16 Prozent davon gestört. Auch Rasenmähen (16 Prozent) oder laute Musik (zehn Prozent) nervt viele Schweizer. Selbst zu lauter Sex oder Kinderlärm (jeweils sieben Prozent) kann das nachbarschaftliche Verhältnis auf die Probe stellen.

Doch nicht immer ist Lärm der Störfaktor: Immerhin jeder fünfte der Befragten gab an, dass er sich gestört fühlt, wenn Zigarettenrauch vom Nachbarn in die eigene Wohnung zieht.

Geringverdiener sind unzufriedener mit ihren Nachbarn

Wie schnell sich Schweizer von ihren Nachbarn genervt sind, hängt auch mit dem eigenen Einkommen zusammen. So gaben mehr als zwei Drittel der befragten Geringverdiener (67 Prozent) an, dass sie sich von ihren Nachbarn gestört fühlen. Bei den Besserverdienern waren es nur knapp über die Hälfte (52 Prozent). Das kann auch an der Wohnsituation liegen:  Während Besserverdiener sich mehr leisten können, leben Geringverdiener oftmals in kleineren Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und bekommen daher viel schneller etwas vom Nachbarn mit.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Was können Sie bei Ihrer Nachbarschaft überhaupt nicht leiden? (Mehrfachnennungen möglich)

  • Nichts, ich habe Glück mit meinen Nachbarn: 42 Prozent
  • Laute Gespräche (z.B. Streitgespräche, Telefonate): 23 Prozent
  • Rauchender Nachbar, dessen Zigarettenqualm in Ihre Wohnung zieht: 20 Prozent
  • Nervige Haustiere: 16 Prozent
  • Laute Gartengeräte (z.B. Rasenmäher, Laubbläser): 14 Prozent
  • Laute Elektronik (z.B. Staubsauger, TV, Musik): 10 Prozent
  • Nachtaktiver Nachbar in einer hellhörigen Wohnung: 10 Prozent
  • Sexgeräusche: 7 Prozent
  • Lärmende oder spielende Kinder: 7 Prozent
  • Optische Beeinträchtigungen, die das ästhetische Empfinden massiv stören (z.B. abscheuliche Deko, Gartenzwerge): 6 Prozent
  • Im Hausflur abgestellter Kinderwagen oder Rollstuhl/Rollator: 3 Prozent

Ausführliche Ergebnisgrafiken stehen hier zum Download bereit.

*Für die von immowelt.ch beauftragte repräsentative Studie „Wohnen und Leben 2018“ wurden 502 Personen (deutschsprachige Online-Nutzer in der Schweiz) ab 18 Jahren im Februar 2018 befragt.

09.01.2019


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1 Kommentar

Seesicht am 19.05.2019 10:45

Alte und neue Wohnungen kosten im Tessin heute fast viel! Ich kaufte kürzlich in Minusio eine bald 20 jährige Wohnung, nun spricht man von Dachrenovation und die Verlangt Geld. Es hat zu wenig im Fond. Muss ich da mitbezahlen obwohl ich... mehr

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Immowelt-Redaktion am 20.05.2019 12:44

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Ausnahmeregelung gibt es für solche Fälle in der Regel nicht. Haben Sie aber bitte Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir Ihnen daher das... mehr