Die Gefahr in der Wand: Schweizer unterschätzen Schimmelsporen

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Schimmel an den Wänden ist nicht nur nicht schön anzusehen, er kann auch die Gesundheit gefährden. Das wollen aber viele Schweizer nicht wahrhaben, wie eine Umfrage von immowelt.ch ergab. Dabei sind besonders viele Haushalte mit Kindern vom Schimmel befallen.

Schimmel in der Wohnung, Schimmel im Bad, Foto: Wellnhofer Designs/fotolia.com
Hohe Luftfeuchtigkeit und unregelmäßiges Lüften fördert Schimmel. Vor allem in Badezimmern und Kellern ist die Gefahr des Befalls groß. Foto: Wellnhofer Designs/fotolia.com

Schimmelpilze nisten sich still und heimlich bei uns ein. Feuchte Luft und seltenes Lüften der Wohnung bieten ihm einen besonders guten Nährboden. In der Schweiz ist etwa jeder vierte Haushalt (26 Prozent) von Schimmelbefall betroffen. Das ergab eine repräsentative Umfrage von immowelt.ch*.

Schimmel für Kinder noch gefährlicher

Noch häufiger sind Haushalte betroffen, in denen auch Kinder leben – 34 Prozent dieser Befragten gaben an, dass es in ihrer Wohnung schimmelt. Besonders besorgniserregend: Über die Hälfte der betroffenen Eltern (59 Prozent) glaubt, dass der Schimmel keine Gefahr für die Gesundheit ihrer Kinder darstellt. Dabei reagieren insbesondere Babys und Kinder sehr empfindlich auf die Schimmelsporen, weil ihr Immunsystem noch nicht voll belastbar ist. Allergien und Atemwegserkrankungen sind die Folge. Kinder, die in schimmeligen Wohnungen leben, können schon in jungen Jahren beispielsweise chronische Erkrankungen wie Asthma bekommen.

Bäder und Keller besonders oft betroffen

Da Schimmelpilze eine feuchte Umgebung bevorzugen, weisen besonders häufig Bäder und Kellerräume schimmelige Ecken auf. Aber auch in Schlafzimmern ist ein regelmäßiges Stoßlüften sehr wichtig, um eine zu hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden.

Ist Schimmel in der Wohnung, reagieren nur wenige Schweizer. Immerhin 62 Prozent der Befragten glauben, dass der Schimmel in ihrer Wohnung keinen Einfluss auf ihre Gesundheit hat. Manche der weiblichen Befragten glauben, die Menge des Schimmels sei entscheidend: Jede vierte (26 Prozent) glaubt, es sei zu wenig, um wirklich gesundheitsschädigend zu sein. Männer begründen ihre Meinung am häufigsten (22 Prozent) damit, dass der Schimmel nicht gefährlich sei, weil sie ihn hin und wieder entfernen oder mit schimmelhemmenden Mitteln bekämpfen.

Download

Laden Sie sich hier die kompletten Ergebnisse der Umfrage kostenfrei herunter.

* Berechnungsgrundlage

Für die von immowelt.ch beauftragte repräsentative Studie „Wohnen und Leben 2018“ wurden 502 Personen (deutschsprachige Online-Nutzer in der Schweiz) ab 18 Jahren im Februar 2018 befragt.

07.11.2018


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