Wohnungsbrand: Senioren retten Dokumente, die Jungen Handy und Laptop

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Was tun wenn’s in der Wohnung brennt? Immerhin 38 Prozent der Schweizer bringt in diesem Fall als erstes wichtige Papiere in Sicherheit, wie eine aktuelle Studie zeigt. Auffällig: Bei den Senioren rettet mehr als die Hälfte zuerst die Dokumente, bei jungen Schweizern dagegen knapp jeder vierte. Diese Dinge retten Schweizer zuerst vorm Feuer.

Bei Wohnungsbrand retten vor allem Jüngere bevorzugt Handy und Laptop. Foto: animaflora/fotolia.com

Die Wohnung brennt, es bleiben nur Sekunden, um das Wichtigste zu retten. Aber was? Was die Schweizer als erstes mitnehmen würden, hat nun eine repräsentative Studie von immwelt.ch untersucht*. Demnach bringen 38 Prozent als erstes Versicherungen, Pässe und andere wichtige Papiere in Sicherheit. Bei der Generation 60+ sind es sogar mehr als die Hälfte (58 Prozent).

Jungen Schweizern zwischen 18 und 29 Jahren scheinen im Gegensatz hierzu die Dokumente weniger wichtig: Nur 22 Prozent der Befragten würden bei lodernden Flammen zum Aktenstapel greifen. Dafür rettet diese Altersgruppe verstärkt Handys (20 Prozent) und Laptop (16 Prozent) vor dem Hunger der Feuerbrunst – während es bei den Senioren deutlich weniger sind (8 und 10 Prozent).

Auf die Frage, welchen Gegenstand sie bei einem Wohnungsbrand als erstes retten würden, antworteten die Befragten wie folgt:

  • Wichtige Papiere, wie Pässe, Versicherungsunterlagen oder Sparbuch: 38 Prozent
  • Handy: 14 Prozent
  • PC oder Laptop: 12 Prozent
  • Fotoalbum: 9 Prozent
  • Wertgegenstände, etwa Schmuck oder die wertvolle Briefmarkensammlung: 6 Prozent
  • Einen fertigen Koffer, in dem ich alle wichtigen Dinge für einen solchen Notfall aufbewahre: 6 Prozent
  • Erinnerungen aus der Kindheit – zum Beispiel den Lieblingsteddy: 4 Prozent
  • Lieblingskleid, -schuhe oder -tasche: 1 Prozent
  • Nichts davon: 10 Prozent

Hierbei fällt auf, dass manche Schweizer besonders gut auf den Notfall vorbereitet sind: Sechs Prozent der Befragten haben bereits einen Notfallkoffer, in dem die wichtigsten Dinge griffbereit sind: Unterlagen, Ausweise, Geld und alle Gegenstände, die dem Feuer nicht zum Opfer fallen sollen.

Richtiges Verhalten bei Wohnungsbrand

Viel wichtiger als das Retten von Besitztümern ist bei einem Wohnungsbrand die eigene Gesundheit. Wenn die Wohnung in Flammen steht, sollten darum im Zweifel auch Unterlagen, Schmuck oder der Teddy von früher zurückgelassen werden. Wichtiger ist es, schnell und sicher aus dem Gebäude zu gelangen. Einige Verhaltensregeln für den Ernstfall:

1. Alarmieren:

  • Die Feuerwehr rufen: 118 wählen.
  • Mitbewohner und Angehörige warnen.

2. Retten

  • Menschen und Tiere aus dem brennenden Raum retten.
  • Fenster und Türen zum Raum, in dem es brennt, schliessen. So breitet sich der Brand weniger schnell aus.
  • Brandstelle über die Fluchtwege verlassen.
  • Auf keinen Fall einen Aufzug benutzen.
  • Ist das Treppenhaus verqualmt, so ist der Weg meist versperrt. Darum sollten Bewohner ihre Wohnungstür geschlossen halten, in der Wohnung bleiben und am Fenster oder Balkon auf sich aufmerksam machen.

3. Löschen oder Löscharbeiten unterstützen

  • Falls möglich, den Brand mit geeigneten Mitteln bekämpfen – zum Beispiel Handfeuerlöscher oder Löschdecke.
  • Auf die Feuerwehr warten und sie einweisen – gegebenenfalls Zugänge zeigen und alle nötigen Schlüssel bereithalten.

*Für die von immowelt.ch beauftragte repräsentative Studie „Wohnen und Leben 2018“ wurden im Februar 2018 502 Personen (deutschsprachige Online-Nutzer in der Schweiz) ab 18 Jahren befragt.

28.05.2018


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