Johlen, Trampeln, Rumgeschrei – Kinderlärm juckt Schweizer kaum

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Das Baby neben an heult, die Kinder trampeln über den Flur – das klingt nervtötend. Doch Kinderlärm lässt die Mehrheit der Schweizer kalt. Eine aktuelle Studie zeigt: Ein guter Teil der Bevölkerung freut sich sogar über den Krach.

Kinderlärm, Schweizer, Foto: iStock/ kirza
Nervtötend? Von wegen: Rund neun von zehn Schweizern finden Kinderlärm okay. Foto: iStock/ kirza

Kinder bringen Leben in die Bude. Und das ist auch gut so, meint die Mehrheit der Schweizer. Wie eine aktuelle Studie von immowelt.ch zeigt, haben rund neun von zehn Schweizern (88 Prozent) grundsätzlich nichts gegen Kinderlärm. Egal ob kreischen, flennen oder johlen – 17 Prozent der Eidgenossen heissen den Rabatz in der Nachbarschaft sogar willkommen.

Kinderlärm? Engelsmusik!

Wer glaubt, er habe sich jetzt verhört, sollte einmal einen Blick auf die Schweizer zwischen 30 und 39 Jahren werfen: Mehr als jedem dritten von ihnen ist der Lärm regelrecht Musik in den Ohren. Viele der Befragten dieser Altersgruppe mögen Kinder oder haben selbst welche – das dürfte die Toleranz steigern. Vielleicht ist hier aber auch eine Prise Eigennutz dabei: Wenn der eigene Knirps durch die Wohnung hüpft und stampft, dürften sich viele auch das gleiche Verständnis von ihren Nachbarn wünschen.

Die Antworten im Überblick: Kinderlärm in der Nachbarschaft ist für…

  • 37 Prozent egal und nicht weiter störend
  • 34 Prozent etwas, das zu bestimmten Zeiten toleriert werden muss
  • 17 Prozent willkommen
  • 12 Prozent störend

Die Studie nimmt auch die wenigen, die sich über tobende Kinder ärgern, genauer unter die Lupe. Sie zeigen sich besonders rigoros.

Wenn der Lärm unerwünscht ist: Fliehen oder kämpfen?

Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Lärmempfindlichen findet, dass der lautstarke Nachwuchs ein k.o.-Kriterium bei der Wohnungssuche sei. Wenn der Tumult vor der Haustüre zu gross wird, würde sogar rund jeder dritte (35 Prozent) umziehen. Während viele der Befragten die Flucht ergreifen, wählt nur ein kleiner Teil der Bevölkerung (18 Prozent) die Konfrontation und zofft sich immer wieder mit den Nachbarn. Zehn Prozent sehen den lärmenden Nachwuchs zudem als Grund, den Mietzins zu mindern.

Link-Tipp

Lesen Sie hier, wann eine Mietminderung berechtigt ist.

19.03.2018


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