Schweiz an der Spitze: Kaufpreise fürs Eigenheim im Drei-Länder-Vergleich

Lesermeinungen:  

(1)

Im deutschsprachigen Raum zahlen die Schweizer am meisten fürs Eigenheim. In Zürich und Genf sind es rund 12'000 Franken pro Quadratmeter Wohneigentum. In Österreich und Deutschland kostet eine Immobilie in der Metropole deutlich weniger.

Wohnungspreise, Dreiländervergleich, Schweiz, DACH, Foto: Gevisions/Fotolia
Zürich ist schön – aber für Immobilienkäufer ein teures Pflaster. Ein Quadratmeter Wohneigentum kostet dort 11'990 Euro. Foto: Gevisions/Fotolia

Bei den Preisen für Wohnimmobilien ist die Schweiz im deutschsprachigen Raum Spitzenreiter. Das ergab eine Studie von immowelt.ch. Analysiert wurden Kaufpreise von Eigentumswohnungen und Häusern in den jeweils fünf grössten Städten in der Schweiz, Deutschland und Österreich.*

12'000 Franken pro Quadratmeter: Zürich ist die teuerste Stadt

Auf Platz eins der teuersten Städte im Drei-Länder-Vergleich liegt Zürich. Hier beträgt der durchschnittliche Kaufpreis für Wohneigentum 11'990 Franken pro Quadratmeter (Median). Die Kaufpreise in Genf sind nur geringfügig günstiger. Auch die Plätze drei und vier der teuersten Grossstädte sind mit Schweizer Städten belegt: Lausanne und Basel. Erst darauf folgt eine deutsche Stadt, München, mit umgerechnet 7'150 Franken pro Quadratmeter. Somit landet die Stadt im Ranking noch vor Bern (6'390 Franken). Die Preise in den übrigen deutschen Grossstädten liegen weit darunter, unter der Marke von 4'500 Franken – während die Preise im Nachbarland Österreich eher darüberliegen.

Hauptstädte im Drei-Länder-Vergleich

Wie drastisch die Preisunterschiede der Schweiz im Vergleich zu Deutschland und Österreich sind, zeigt ein Vergleich der drei Hauptstädte: Bern ist mit 6'390 Franken pro Quadratmeter die günstigste der untersuchten Schweizer Städte. Doch mit diesem Preisniveau ist sie immer noch um rund ein Drittel teurer als Österreichs Hauptstadt Wien (4'930 Franken). In der deutschen Hauptstadt gibt es für Schweizer Verhältnisse sogar wahre Schnäppchenpreise: Berliner müssen lediglich 3'640 Franken pro Quadratmeter Wohnfläche investieren.

Die Kaufpreise (Median, Quartale I bis III/2017) für Eigentumswohnungen und Häuser in den fünf grössten Städten der Schweiz, Deutschlands und Österreichs im Überblick:

LandStadtKaufpreis pro m²
SchweizZürichCHF 11'990
SchweizGenfCHF 11'720
SchweizLausanneCHF 8'970
SchweizBaselCHF 8'370
DeutschlandMünchenCHF 7'150
SchweizBernCHF 6'390
ÖsterreichSalzburgCHF 5'670
ÖsterreichInnsbruckCHF 5'400
ÖsterreichWienCHF 4'930
DeutschlandFrankfurtCHF 4'350
DeutschlandHamburgCHF 4'150
ÖsterreichLinzCHF 3'770
ÖsterreichGrazCHF 3'650
DeutschlandBerlinCHF 3'640
DeutschlandKölnCHF 3'220

Schweizer können fast doppelt so viel investieren – doch die Immobilien sind noch teurer

Ein wesentlicher Faktor für die Preisunterschiede dürfte in der Einkommensstruktur der drei Länder liegen: Laut dem Kaufkraft-Ranking von GfK GeoMarketing hat der durchschnittliche Schweizer im Jahr 46'192 Franken für Ausgaben zur Verfügung. Österreicher (24'769 Franken) und Deutsche (24'376 Franken) können hingegen nur etwas mehr als halb so viel ausgeben. Allerdings: Im Verhältnis betrachtet zahlen die Schweizer trotzdem mehr für Immobilien, denn die Quadratmeterpreise sind in den untersuchten Städten meist deutlich mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland oder Österreich.

Mit Blick auf Europa ist noch ordentlich Luft nach oben

Dass in allen drei Ländern noch Luft nach oben ist, wird beim Blick auf andere europäische Metropolen deutlich. Inzwischen liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis in London jenseits der Marke von 17'500 Franken und in Paris bei über 13'000 Franken, wie der „Property Index“ von Deloitte aus dem Juli 2017 zeigt. Zürich mag die teuerste Metropole im Drei-Länder-Vergleich sein – doch europaweit geht es noch teurer.

*Berechnungsgrundlage:
Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise in den fünf grössten Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz waren 236'560 auf immowelt.de, immowelt.at und immowelt.ch inserierte Angebote. Die Preise sind jeweils Angebots-, keine Abschlusspreise. Die Preise geben den Median der jeweils in den ersten drei Quartalen 2017 angebotenen Wohnungen und Häuser wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.

Die Preise für Deutschland und Österreich und wurden mit dem mittleren Wechselkurs der ersten drei Quartale 2017 in Schweizer Franken umgerechnet (Kurs CHF 1,0961 = EUR 1).

18.10.2017


Ihre Meinung zählt

(1)
5 von 5 Sternen
5 Sterne
 
1
4 Sterne
 
0
3 Sterne
 
0
2 Sterne
 
0
1 Stern
 
0
Ihre Bewertung:

Diesen Artikel finden Sie auch in folgenden Themengebieten:

Kaufpreise

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Neuen Kommentar schreiben