Energiegesetz: Schweizer stimmen für stärkere Förderung erneuerbarer Energien

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Das Schweizer Stimmvolk hat am Sonntag mit einer Mehrheit von 58,2 Prozent für das Energiegesetz gestimmt. Damit ist der Bau neuer Atomkraftwerke künftig verboten. Gleichzeitig werden erneuerbare Energien durch das Gesetz stärker gefördert – das gilt auch für Immobilieneigentümer, die selbst beispielsweise Solarstrom produzieren und ins Netz einspeisen.

Energiegesetz, Solaranlage, Dach, Foto: photowahn/fotolia.com
Eigentümer einer privaten Solaranlage werden durch das Energiegesetz auch künftig gefördert. Foto: photowahn/fotolia.com

Das neue Energiegesetz ist beschlossene Sache: Das Schweizer Stimmvolk hat sich mit einer deutlichen Mehrheit für die Regelung entschieden, wonach schweizweit künftig keine Atomkraftwerke mehr gebaut werden dürfen. Das Gesetz hat aber darüber hinaus Vorteile für Immobilieneigentümer, die in erneuerbare Energien investieren, beispielsweise durch eine Solaranlage auf dem Dach oder ein Windrad im Garten.

Bereits seit 2009 werden in der Schweiz die neuen erneuerbare Energien (nEE) gefördert. Durch das Energiegesetz wird dieses System nun weitergeführt. Die Vergütungstarife sollen dabei periodisch gesenkt werden. Finanziert wird das System über den Netzzuschlag, den die Haushalte bezahlen müssen. Aktuell beträgt dieser 1,5 Rappen pro Kilowattstunde, ab 2018 soll er auf 2,3 Rappen steigen.

Um den Energieverbrauch weiterhin zu senken, wird durch das Energiegesetz auch das Gebäudeprogramm aus dem Jahr 2010 weitergeführt. Damit können Hauseigentümer von Steuererleichterungen und Fördergeldern profitieren, wenn sie alte Gebäude energetisch sanieren. Wer etwa eine alte Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt oder das Haus besser isoliert, kann finanzielle Unterstützung beantragen.

Zusätzliche Kosten für Privathaushalte

Laut eidgenössischem Departement für Energie seien die Zusatzkosten für die einzelnen Haushalte aber verkraftbar. Ein Haushalt mit vier Personen und durchschnittlichem Stromverbrauch werde künftig nur rund 40 Franken pro Jahr mehr bezahlen müssen als heute. Kritik an den Kosten weisst das Departement von sich – die Kritiker des Gesetzes operierten mit völlig überzogenen Zahlen, heisst es.

22.05.2017


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