Schimmel gibt Mietern die Sporen: Jeder 10. Betroffene will umziehen

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21 Prozent der schweizerischen Haushalte kämpfen mit Schimmel. Das ergab die repräsentative Studie Wohnen und Leben 2016 mit 500 Befragten von immowelt.ch. Besonders betroffen sind dabei Bade- und Schlafzimmer. Gründe für Schimmelbefall gibt es dabei viele.

Schimmel, Schimmelfleck hinter Heizung, Foto: adam88xx – fotolia.com
Schimmel ist weitaus mehr als ein Schönheitsproblem: Allerdings sind sich viele Betroffene der gesundheitlichen Gefahren nicht bewusst. Foto: adam88xx – fotolia.com

Übelriechend lauert er hinter Schränken und stellt in vielen Fällen eine gesundheitliche Gefährdung dar: Schimmel. Oft ausgelöst durch zu hohe Luftfeuchtigkeit und unregelmässiges Lüften tummeln sich die Sporen in jedem fünften schweizerischen Haushalt. Besonders alarmierend: In jeder dritten Wohnung, in der Kinder leben, ist der Krankmacher zu finden.

Gesundheitliche Gefahren durch Schimmel

Viele der 500 Befragten sind sich dabei nicht bewusst, wie gefährlich Schimmel sein kann: 15 Prozent der von Schimmel Betroffenen glauben, dass die Sporen keinen Einfluss auf ihre Gesundheit haben oder wissen nichts über die Gefahren wie Kopfschmerzen und Übelkeit oder in schlimmeren Fällen von Asthma und Allergien. Andere erkennen durchaus die Gefahr, die von Schimmel ausgeht: 9 Prozent der Betroffenen gaben an, so schnell wie möglich die Wohnung wechseln zu wollen. Dabei ist ein Umzug gar nicht unbedingt notwendig.

Richtig heizen und regelmässig lüften

Der bewusste Verzicht auf Heizen, Möbel, die zu nahe an den Wänden stehen, gekippte oder geschlossene Fenster statt Stosslüften: Schimmelbildung hat viele Ursachen. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit ist der ideale Nährboden, weshalb vor allem Bäder anfällig für Schimmelbildung sind. Bei 68 Prozent der Befragten fand sich hier Schimmel. 20 Prozent hatten im Schlafzimmer mit  Schimmel zu kämpfen – Grund auch hierfür: der Verzicht aufs Heizen und seltenes Lüften. Bei 15 Prozent ist der Keller betroffen, bei 11 Prozent das Kinderzimmer. Aufgrund von Küchendämpfen und Wasserdampf ist bei 10 Prozent der Befragten die Küche nicht schimmelfrei. Soweit muss es nicht kommen: Wer regelmässig lüftet und heizt, kann Schimmel und Gesundheitsrisiken vermeiden. 

13.12.2016


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