Keine Angst vor Langfingern: 22 Prozent der Schweizer verzichten auf Einbruchschutz

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Alle 12 Minuten geschieht ein neuer Einbruch, bei jedem zehnten Schweizer wurde schon einmal eingebrochen und die Hälfte der Schweizer hat einen Einbruchsfall im Bekanntenkreis. Zwar ist die Zahl der Einbrüche von 2014 auf 2015 um ein Fünftel zurückgegangen, die Gefahr eines Einbruchs besteht aber dennoch überall. 22 Prozent der Bürger sehen das locker – sie schützen sich nicht vor Einbruch. Dies hat jetzt eine repräsentative Studie von immowelt.ch ergeben. Vor allem Geringverdiener verzichten auf Massnahmen zum Einbruchschutz.

Einbruch, Einbruchschutz, Foto: torsakarin/fotolia.com
22 Prozent der Schweizer machen es Langfingern leicht und verzichten dennoch auf Maßnahmen zum Einbruchschutz. Foto: torsakarin/fotolia.com

Es ist eine Horrorvorstellung: Jemand bricht in die Wohnung oder das Haus ein, durchwühlt persönliche Gegenstände, beschädigt die Einrichtung und nimmt Bargeld und wertvolle Gegenstände mit. Gut jeder zehnte Schweizer hat das schon einmal erlebt, wie eine repräsentative Studie von immowelt.ch zeigt. Die Hälfte der Befragten kennt einen Fall aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis. Dennoch verzichten 22 Prozent der Schweizer auf Massnahmen zum Einbruchschutz.

Schweizer setzen besonders auf einfache Maßnahmen

Diejenigen, die sich vor Einbrechern schützen, verwenden dafür vor allem einfache Mittel statt teurer Alarmanlagen. 41 Prozent verzichten beispielsweise darauf, Urlaubsfotos im Internet zu verbreiten, um Einbrecher erst gar nicht anzulocken. Ebenfalls beliebt sind Bewegungsmelder und Zeitschaltuhren, um das Licht automatisch an- und auszuschalten. Diese Hilfsmittel sind bei 23 Prozent der Befragten im Einsatz. Bei jedem fünften schaut der Nachbar regelmäßig nach dem Rechten. Eine Alarmanlage, die im Zweifel laute Geräusche von sich gibt oder automatisch eine Sicherheitsfirma verständigt, hat dagegen nur jeder zehnte Befragte.

Vor allem Geringverdiener sparen am Einbruchschutz

Vor allem finanziell schlechter Gestellte verzichten allerdings komplett auf Einbruchsprävention. Ein Viertel der befragten Geringverdiener hält nichts von Alarmanlagen oder abschreckenden Maßnahmen – oder kann sich diese schlicht nicht leisten. Besonders groß ist der Unterschied aber zwischen Immobilieneigentümern und Mietern: Während sich 90 Prozent der Eigenheimbesitzer vor Einbrechern schützen, sind es bei Mietern nur 72 Prozent.

Für die von immowelt.ch beauftragte, repräsentative Studie „Wohnen und Leben 2016“ wurden im Februar 2016 schweizweit 500 Personen befragt.

Link-Tipp

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23.11.2016


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