Immobilienkauf im Ausland: Jetzt gute Gelegenheiten

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Der Immobilienkauf im Ausland ist für Schweizer günstiger geworden. Neben der Eurokrise, die die Preise in einigen Ländern hat sinken lassen, spielt auch der Wechselkurs des Franken eine Rolle.

Immobilienkauf im Ausland
Immobilienkauf im Ausland: Die Finca mit Meerblick kostet wegen der Frankenabwertung jetzt weniger. Foto: blickgerecht / fotolia.com

Die Aufwertung des Schweizer Franken schadet der Schweizer Exportwirtschaft. Umgekehrt ist es für schweizer Bürger günstiger geworden, im Ausland einzukaufen. Das merken nicht nur die in grenznahen Regionen lebenden Menschen, die im Euroausland jetzt noch günstiger einkaufen können, sondern auch alle, die eine Auslandsimmobilie kaufen wollen.

Frankenabwertung: Immobilienkauf im Ausland jetzt günstiger

Vor der Aufwertung mussten Schweizer 1,20 CHF für 1 Euro zahlen, aktuell sind es 1,05 CHF. Das bedeutet, dass sich der Auslandsimmobilienkauf in der Eurozone auf einen Schlag um etwa 15 Prozent verbilligt hat. Beispiel: Betrug der Kaufpreis vor der Aufwertung für eine Immobilie 500.000 Euro, so zahlte der Schweizer umgerechnet rund 600.000 CHF. Nach der Aufwertung sind es etwa 525.000 CHF. Übrigens: Der Franken hat nicht nur gegenüber dem Euro aufgewertet, sondern auch gegenüber anderen Währungen. Demnach sind auch Immobilien in Nicht-Euro-Ländern für Schweizer billiger geworden sind.

Verlockend könnte es da sein, eine Ferienimmobilie in einem der südlichen Krisenstaaten des Euroraums zu erwerben. Tatsächlich sind die Preise für viele Immobilien gesunken. Eine Auswertung des Immobilienportals Immowelt AG hat aber auch ergeben, dass das nicht generell gilt. So sanken beispielsweise die Häuserpreise auf dem spanischen Festland deutlich, für die beliebten Urlaubsinseln gilt das aber nicht, teilweise stiegen die Preise sogar.

Rechtliche Rahmenbedingungen beachten

Ist die Entscheidung für eine Auslandsimmobilie erst einmal gefallen, gilt es zu beachten, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen in anderen Ländern abweichen können. So werden gerade in südlichen Ländern bisweilen Schwarzbauten angeboten. Es ist daher ratsam, sich von einem ortskundigen Rechtsanwalt unterstützen zu lassen.

Bleibt die Frage nach der Finanzierung: Viele Schweizer Banken gehen mit Krediten für Immobilien im Ausland recht restriktiv um und bauen die Vergabe eher ab, weiss die Immobilienberatungsgesellschaft Wüest & Partner. Thomas Rutzki von der deutschen Commerzbank, die auch in der Schweiz vertreten ist, verrät: „Grundsätzlich finanzieren wir Auslandsimmobilien, wenn inländische Sicherheiten gestellt werden“. Es komme zudem auf die persönliche Bonität des Kunden an. Als inländische Sicherheit kann zum Beispiel die schuldenfreie eigene Wohnimmobilie dienen.

19.06.2015


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