Altbauwohnungen: Mieten deutlich gestiegen

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Die Marktmieten für Altbauwohnungen sind deutlich angestiegen. Wie das Forschungsunternehmen „Fahrländer Partner Raumentwicklung“ (FPRE) diesen Donnerstag mitteilte, sind die Preise vom dritten auf das vierte Quartal 2014 um 2,1 Prozentpunkte in die Höhe geschnellt.

Höhere Mieten für Altbauwohnungen, Foto: imago/imagebroker/Günter Fischer
Die Mieten für Altbauwohnungen sind im vierten Quartal 2014 gegenüber dem Quartal zuvor um 2,1 Prozent gewachsen. Im Tessin stiegen die Preise sogar um 3,9 Prozent. Foto: imago/imagebroker/Günter Fischer Foto: imago/imagebroker/Günter Fischer

Wer letztes Jahr zwischen Oktober und Dezember in eine Altbauwohnungen gezogen ist, der muss deutlich mehr Miete bezahlen als noch im Quartal davor. Die Marktmieten sind bei diesen Immobilien um 2,1 Prozent gestiegen. Das teilte das Beratungs- und Forschungsunternehmen FPRE diesen Donnerstag mit. Im Vergleich dazu haben sich die Mietpreise für Neubauten laut der Studie im vierten Quartal nur geringfügig um 0,2 Prozent gegenüber dem dritten Quartal erhöht.

Grösster Anstieg bei Altbauwohnungen in Zürich und im Tessin

Insbesondere in Zürich (+ 3,1 Prozent) und im Tessin (+ 3,9 Prozent) mussten Mieter mehr für ihre Altbauwohnung bezahlen. Aber auch in Basel und in der Ostschweiz stieg der Mietpreis um je 2,6 Prozent. Rückläufig entwickelten sich die Preise im Vergleich zum Vorquartal hingegen im Jura (-1,6 Prozent).

Der Anstieg der Mietpreise von Altbauwohnungen zum Jahresende ist allerdings als Ausgleich zu Preisnachlässen während des Jahres zu verstehen. Das geht aus dem Bericht hervor. Gegenüber des Vorjahresquartals haben sich die Mieten schweizweit nämlich sowohl für Altbau- als auch für Neubauwohnungen  kaum verändert (je -0,1 Prozent). „Man muss immer den langfristigen Trend beurteilen“, betont Manuel Lehner, Partner und Mitinhaber von FPRE.

Rückblickend verzeichnet das Unternehmen eine kontinuierliche Steigerung der Mietpreise bei Altbauwohnungen seit einigen Jahren. „Insbesondere in den Ballungszentren wie Genf, Zürich und Basel haben die Mieten angezogen“, sagt Lehner. Der Experte vermutet ausserdem, dass sich die Nachfrage von Neubau zu Altbauwohnungen verschoben habe: „Da Neubauwohnungen mittlerweile nur noch zu sehr hohen Preisen zu haben sind, hat sich hier die Nachfragesituation verändert.“

Höhere Mietpreise vor allem für Büroflächen

Für Büroflächen verlangen Vermieter sowohl im Vergleich zum dritten Quartal (+6,4 Prozent) als auch im Vergleich zum Vorjahresquartal (+4,3 Prozent) deutlich mehr Miete. „Grund für die Preissteigerung könnte sein, dass sich der lange anhaltende Trend von Leerständen mit stark wachsendem Angebot normalisiert und Büroflächen wieder besser vermietet werden können“, meint Lehner. Zusätzlich hatte der Internetriese Google vor kurzer Zeit angekündigt, in Zürich 50.000 Quadratmeter Bürofläche anzumieten. „Dieser Standortentscheid hat nach der angespannten Situation im Rahmen der Zuwanderungsinitiative neue Dynamik in den Büroflächenmarkt gebracht“, sagt der Experte.

Das Unternehmen „Fahrländer Partner Raumentwicklung“ errechnet die Mietpreisentwicklung aufgrund von abgeschlossenen Mietverträgen in der Schweiz. Das Beratungs- und Forschungsunternehmen greift darauf auf schweizweit 120.000 getätigte Transaktionen zurück.

30.01.2015


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