Aufgabe des Euro-Mindestkurses: Wüest & Partner erwartet in Grenzregionen sinkende Mieten

Lesermeinungen:  

(1)

In den Grenzregionen der Schweiz werden nach Ansicht des Beratungsunternehmens Wüest & Partner künftig die Mieten sinken. Grund sei die Abkopplung des Franken vom Euro. Die Preise in grenznahen Gebieten gerieten vor allem deshalb unter Druck, weil die relativen Preise im angrenzenden Ausland aus Sicht der Schweiz schlagartig gefallen seien.

Mieten, Genfersee, Foto: imago/imagebroker
Laut Wüest & Partner sollen vor allem in den Grenzregionen der Schweiz die Mieten sinken. Im Bild: Die Kleinstadt Nyon am Genfersee. Foto: imago/imagebroker Foto: imago/imagebroker

Mehr als drei Jahre lang hatte die Notenbank der Schweiz am Mindestkurs von 1,20 Franken pro Euro festgehalten. Eingeführt wurde der Mindestkurs seinerzeit, weil die Notenbank die heimische Exportwirtschaft durch einen sehr starken Franken gefährdet sah. Im Januar folgte nun die überraschende Kehrtwende: Die Notenbank verabschiedete sich vom Euro-Mindestkurs, der Franken gewann drastisch an Wert. Dies werde Auswirkungen auf die Immobilienpreise haben, insbesondere in grenznahen Gebieten, so das Beratungsunternehmen Wüest & Partner in einer Medienmitteilung.

Mieten in Grenznähe geraten unter Druck

„Die Preise für Wohneigentum und die Wohnungsmieten im grenznahen Gebieten dürften unter Druck kommen, da die relativen Preise im angrenzenden Ausland aus Schweizer-Franken-Optik schlagartig gefallen sind“, heisst es von Wüest & Partner. Betroffen davon sei der Grenzraum von Basel über den Bodensee bis ins Rheintal. Insbesondere aber auch in der Region Genf sei von weiteren Rückgängen auszugehen. Hier seien die Wohnungspreise bereits im letzten Jahr gesunken.

Bei der Betrachtung der Gesamtschweiz geht Wüest & Partner davon aus, dass es bei den Mietpreisen zumindest keine weitere Steigerungen geben dürfte. Die wirtschaftlichen Perspektiven seien nach dem Entscheid der Nationalbank eingetrübt, die Zuwanderung dürfe nachlassen. Das Beratungsunternehmen rechnet damit, dass die Mietpreise in den Ballungszentren verhältnismässig stabil blieben, ausserhalb der Zentren könnten sie sogar sinken.

22.01.2015


Ihre Meinung zählt

(1)
4 von 5 Sternen
5 Sterne
 
0
4 Sterne
 
1
3 Sterne
 
0
2 Sterne
 
0
1 Stern
 
0
Ihre Bewertung:

Diesen Artikel finden Sie auch in folgenden Themengebieten:

Tipps für Mieter

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Neuen Kommentar schreiben