Hypothekarzinsen auf neuem Rekordtief

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Die Hypothekarzinsen in der Schweiz haben ein neues Rekordtief erreicht. Dies geht aus dem aktuellen Hypotheken-Barometer des Vergleichsdienstes comparis.ch hervor. Demnach liegen die aktuellen Richtzinsen für Festhypotheken noch unter den historischen Tiefstwerten des Jahres 2012. Im Quartal 2014 liessen sich bei zehnjährigen Laufzeiten mit etwas Verhandlungsgeschick Zinsen von unter 1,2 Prozent erzielen.

Hypothekarzinsen, Eigenheim, Foto: imago/Westend61
Bei der Finanzierung des Eigenheims profitieren Kreditnehmer derzeit von historisch niedrigen Hypothekarzinsen. Foto: imago/Westend61 Foto: imago/Westend61

Die Hypothekarzinsen in der Schweiz haben ein neues Rekordtief erreicht. Dies geht aus dem aktuellen Hypotheken-Barometer des Vergleichsdienstes comparis.ch hervor. Demnach liegen die aktuellen Richtzinsen für Festhypotheken noch unter den historischen Tiefstwerten des Jahres 2012. Im Quartal 2014 liessen sich bei zehnjährigen Laufzeiten mit etwas Verhandlungsgeschick Zinsen von unter 1,2 Prozent erzielen.

Im September 2014 traten in der Schweiz neue Richtlinien für die Hypothekenvergabe in Kraft. Seither müssen Kredite schneller getilgt werden. Bei den Berechnungen, ob eine Immobilie für den Kreditnehmer tragbar ist, können zudem unter bestimmten Umständen die Einkommen von Lebenspartnern mit eingerechnet werden. Auf das Zinsklima bei den Hypothekarzinsen hatte die Neuregelung aber offenbar keinen Einfluss. Im Gegenteil haben die Hypothekarzinsen ein neues Rekordtief erreicht, wie aus dem Hypotheken-Barometer des Vergleichsdienstes comparis.ch hervorgeht.

Historischer Tiefstand bei Hypothekarzinsen

Wie das Vergleichsportal berichtet, lagen die Zinsen Ende Dezember 2014 bei zehnjährigen Festhypotheken im Durchschnitt bei 1,8 Prozent – ein historischer Tiefstand. Wer gut verhandle, könne aktuell sogar Zinsen von unter 1,2 Prozent erzielen. Auch bei den fünfjährigen Festhypotheken lagen die Zinsen Ende des vergangenen Jahres auf einem neuen Rekordtief von 1,3 Prozent – auf dem gleichen Niveau wie die einjährigen Festhypotheken. Grund ist laut Vergleichsportal sowohl die globale Niedrigzinspolitik als auch die Entscheidung der Nationalbank, ab 22. Januar von den Banken Negativzinsen zu verlangen.

Vor allem langfristige Laufzeiten sind gefragt

Bei der Laufzeit hat sich aufgrund der niedrigen Zinsen laut comparis.ch der Trend zu langfristigen Hypotheken verstärkt. Verlangten Anfang 2014 erst 63 Prozent der Kreditnehmer nach langen Laufzeiten, stieg der Anteil bis zum vierten Quartal des vergangenen Jahres auf 85 Prozent. Der Anteil der mittel- und kurzfristigen Hypothekarkredite sank dagegen auf 14 beziehungsweise ein Prozent im vierten Quartal.

Für das Hypotheken-Barometer wurden die Richtzinssätze von rund 65 Kreditinstituten untersucht.

14.01.2015


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