Immobilienstandort Schweiz: Vor allem Wohnimmobilien sind gefragt

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Der Immobilienstandort Schweiz ist bei Investoren gefragter denn je. Wie eine Umfrage des Beratungsunternehmens EY (früher: Ernst & Young) zeigt, bezeichnen 97 Prozent der Befragten den Immobilienmarkt als attraktiv oder sehr attraktiv – im Vorjahr waren es lediglich 80 Prozent. Das Hauptaugenmerk der Investoren liegt dabei auch weiterhin auf Wohnimmobilien.

Immobilienstandort Schweiz, Luzern, Foto: imago/Westend61
Immobilienstandort Schweiz: Vor allem in Luzern sind Immobilien begehrt. Foto: imago/Westend61 Foto: imago/Westend61

Schweizer Immobilien gelten als zuverlässige Investition – vor allem in Zeiten niedriger Zinsen. Wie eine Umfrage des Beratungsunternehmens EY (ehemals: Ernst & Young) jetzt zeigt, bewerten 97 Prozent aller befragten Investoren den Immobilienstandort Schweiz als attraktiv oder sehr attraktiv. Eine Steigerung um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Vor allem Wohnimmobilien sind am Immobilienstandort Schweiz gefragt

Das Hauptaugenmerk der Investoren liegt dabei auf Wohnimmobilien. 88 Prozent der Befragten bezeichneten diese in ihrem Investmentfokus als bedeutend oder sehr bedeutend. 69 Prozent der Befragten rechnen in diesem Segment im Jahr 2015 mit weiteren Preissteigerungen. Am meisten nachgefragt werden Wohnimmobilien dabei in Luzern, gefolgt von St. Gallen und Basel. Entgegen dem Vorjahr ist Zürich nun nicht mehr unter den Top-3-Standorten vertreten. „Dies dürfte an den bereits sehr hohen Preisen in Zürich liegen“, erklärt André Mathis, Senior Manager Real Estate bei EY Schweiz. Die Top-3-Standorte böten im Vergleich eine höhere Rendite bei gleichzeitig überschaubaren Risiken.

Geringe Nachfrage bei Büroimmobilien

Kaum eine Veränderung gibt es am Immobilienstandort Schweiz bei Büroimmobilien. Je nach Lage werden diese moderat (38 Prozent) bis gering (31 Prozent) nachgefragt. Im Vorjahr waren es 39 beziehungsweise ebenfalls 31 Prozent. Laut EY liegt dies vor allem am grossen Angebot an Bauprojekten, das im Ungleichgewicht zu einer eher bescheidenen Nachfrage steht. Selbst in guten Lagen werden daher stabile bis sinkende Preise erwartet. „Entscheidend sind effiziente Büroflächen, eine langfristige Vermietbarkeit der Immobilie und eine stabile Mieterstruktur“, so Mathis.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Risikobereitschaft der Investoren beim Immobilienkauf gestiegen – von 70 auf jetzt 77 Prozent. Geteilte Meinungen gibt es dagegen bei der Frage, ob ausländische Investoren ihren Anteil am Transaktionsvolumen in der Schweiz steigern werden. 53 Prozent der befragten Investoren stimmen dem zu.

Für die Umfrage wurden 125 Investoren im Schweizer Immobilienmarkt befragt (unter anderem Banken, Versicherungen, Immobilienfonds, Immobilien-AGs und Baugenossenschaften). Die Umfrage wurde im November/Dezember 2014 durchgeführt.

14.01.2015


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