Ergänzungsleistungen zur AHV oder IV: Mehr Geld für die Wohnungsmiete

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Wer Ergänzungsleistungen zur AHV oder IV bezieht, soll künftig mehr Geld für die Miete erhalten. Eine entsprechende Botschaft hat der Bundesrat ans Parlament überwiesen. In der Begründung heisst es, die Mieten seien seit der letzten Anpassung der Ergänzungsleistungen im Jahr 2001 deutlich gestiegen.

Ergänzungsleistungen, Foto: Rido/fotolia.com
Bezüger von Ergänzungsleistungen können sich künftig über mehr Geld für die Wohnungsmiete freuen – zumindest, wenn es nach dem Willen des Nationalrats geht. Foto: Rido/fotolia.com Foto: Rido/fotolia.com

Wer mit seinem Einkommen seinen Lebensunterhalt nicht bestreiten kann, erhält in der Schweiz Ergänzungsleistungen zur AHV und IV.  An diese Ergänzungsleistungen können Einzelpersonen heute maximal 1‘100 Franken pro Monat, zwei Personen im gleichen Haushalt 1‘250 Franken für die Miete anrechnen lassen. Allerdings sind die Mietzinse in den letzten Jahren gestiegen. Daher will der Bundesrat die anrechenbare Miete in den Ergänzungsleistungen nun erhöhen, eine entsprechende Botschaft wurde bereits an das Parlament überwiesen.

Höhere Ergänzungsleistungen

Der Bundesrat schlägt vor, je nach Wohnregion neue Maximalbeträge festzulegen. Entgegen dem bisher schweizweit gültigen Betrag sollen nun regional unterschiedliche Beträge gelten:

  • In Grosszentren wie Genf, Lausanne, Bern, Basel und Zürich sollen Höchstbeträge von 1‘370 Franken pro Person und 1‘620 Franken für zwei Personen gelten.
  • In die mittlere Kategorie fallen Städte wie Fribourg, Winterthur, St. Gallen und die Agglomerationsgemeinden. Hier sollen die Maximalbeträge künftig bei 1‘325 Franken für eine Person und 1‘575 Franken für zwei Personen liegen.
  • In eine dritte Kategorie „Land“ fallen alle übrigen Gemeinden. Der Maximalbetrag soll dort für Einzelpersonen auf 1‘210 und für zwei Personen auf 1‘460 Franken steigen.

 

Wie der Bundesrat in einer Medieninformation mitteilt, deckte das bislang anrechenbare Mietzinsmaximum bei Alleinstehenden nur noch rund 70 Prozent der tatsächlichen Mieten. Mit den Anpassungen soll nun erreicht werden, dass im gesamtschweizerischen Durchschnitt rund 90 Prozent des Mietzinses abgedeckt wird. Mindestens alle zehn Jahre soll der Bundesrat zudem überprüfen, ob und in welchem Ausmass die Höchstbeträge angepasst werden müssen.

Zu der Gesetzesänderung hatte die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats den Bundesrat bereits im Dezember 2011 per Motion beauftragt. Im nächsten Schritt muss sich das Parlament mit der Botschaft beschäftigen.

19.12.2014


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2 Kommentare

Talpiot am 03.10.2018 20:11

Man wird als kranker Mensch noch bestraft...

Bis die EL für Wohnungsmiete sich erhöht, sind die Wohnungsmieten bereitz auch wieder höher...usw.????

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müller jörg am 27.11.2015 10:29

Ab wann? in 5, oder 10 Jahren oder endlich ab 2016, meine Wohnung Emmen ist 1550,fr, mit NK, was glaubt Ihr hier gäbe es günstigere Wohnungen als ZH, die NK; Bezahlen wir ja selber und Strom, Haushalt Versicherung das geht alles von den... mehr

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Martin Kramm am 12.09.2018 02:29

Habe gerade dein Bericht gelesen.. habe auch paar Jahre in Luzern gelebt und bin wieder in Basel sag da nur.. stimme dir voll und ganz zu.. 1705 Fr und damit für alles aufkommen zu müssen.. Glaube, wir leben da nicht mehr, wenn die... mehr