Exklusive Ferienimmobilien in den Schweizer Alpen bleiben gefragt

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Von den zehn teuersten Ferienorten in den Alpen liegen fünf in der Schweiz. Das ist das Ergebnis des „Alpine Property Market Spotlight“ des britischen Immobilien-Dienstleistungsunternehmen Savills. Die zweithöchsten Kaufpreise für Ferienimmobilien gibt es demnach in Gstaad. Eine typische Ferienwohnung kostet dort laut Studie satte 31‘900 Euro pro Quadratmeter.

Ferienimmobilien, St. Moritz, Foto: Michael00001/fotolia.com
Ferienimmobilien in Schweizer Skigebieten, wie hier in St. Moritz, bleiben gefragt. Foto: Michael00001/fotolia.com Foto: Michael00001/fotolia.com

Wer seinen Skiurlaub in Gstaad verbringt und nach einem Tag auf der Piste eine Tasse heisse Schokolade kaufen will, zahlt dafür im Schnitt beinahe sieben Euro. Das haben die Autoren einer Studie des Immobilien-Dienstleistungsunternehmens Savills herausgefunden, die die exklusivsten Ferienorte der Alpen in der Schweiz, Frankreich und Österreich untersucht haben. Damit die Preise besser vergleichbar sind, geben die Studienautoren diese stets in Euro an. Ein Teil der Studie gewährte auch einen Blick auf die Immobilienpreise. Dabei zeigt sich: Von den zehn Orten mit den teuersten Ferienimmobilien liegen allein fünf in der Schweiz. Auf dem zweiten Platz direkt nach dem französischen Courchevel: Gstaad. Hier wird laut Studie ein Quadratmeterpreis von 31‘900 Euro fällig.

Auch für andere Schweizer Orte hat Savills Quadratmeterpreise ermittelt. In St. Moritz sind es 28‘600 Euro, in Zermatt 25‘700 Euro, in Verbier 22‘400 Euro und in Crans Montana 18‘300 Euro.

Schweizer Ferienimmobilien besonders beliebt

Für die Untersuchung haben die Analysten die alpinen Top-Feriengebiete genau unter die Lupe genommen. Das Dienstleistungsunternehmen untersuchte dabei nicht nur Gastronomie- und Immobilienpreise, sondern auch zahlreiche andere Faktoren, etwa die Länge und Qualität der Skipisten sowie die Dichte an hochpreisigen Sterne-Restaurants.

26,5 Millionen Ski-Touristen hat die Schweiz im Jahr, die Hälfte davon kommt laut Studie aus dem Ausland. Gleichzeitig ist die Ski-Saison unter den untersuchten Orten in der Schweiz am längsten: In Saas-Fee dauert sie beispielsweise 168 Tage. Diese Faktoren machen die Skigebiete in den Schweizer Alpen für Immobilienkäufer laut Studienautoren besonders attraktiv. Zudem gelte die Schweiz für investiertes Geld als sicherer Hafen ausserhalb der Eurozone. Die Immobilienpreise im Land haben sich darüber hinaus in den vergangenen Jahren konstant entwickelt. Zwischen 2008 und 2013 sind sie um 28 Prozent gestiegen.

Auswirkungen der Politik

Einzig in der Schweizer Politik sehen die Autoren der Studie ein potenzielles Hemmnis für die weitere Preisentwicklung bei hochwertigen Ferienimmobilien. Die Einwanderungsmöglichkeiten für EU-Ausländer wurden eingeschränkt, was Schweizer Immobilien für Investoren aus dem Ausland unattraktiver machen könnte.

28.11.2014


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