Bloss keine Panik: Verhaltensregeln bei Wohnungsbrand

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Es brennt im Haus oder in der eigenen Wohnung – bei der Flucht ins Freie greifen 49 Prozent der Schweizer noch schnell nach den wichtigsten Dokumenten und Papieren, wie eine aktuelle Studie zeigt. Bei einem Wohnungsbrand sollte die Rettung von Hab und Gut allerdings nicht im Vordergrund stehen – es kommt darauf an, sich richtig zu verhalten und – falls möglich – das Gebäude so schnell wie möglich zu verlassen.

Wohnungsbrand, Foto: scarlet61/fotolia.com
Ein Wohnungsbrand ist eine ernsthafte Gefahr für Leib und Leben – die Ruhe zu bewahren ist daher besonders wichtig. Foto: scarlet61/fotolia.com Foto: scarlet61/fotolia.com

Mehr als 20‘000 Brände ereignen sich laut Beratungsstelle für Brandverhütung jährlich in der Schweiz. Durchschnittlich 200 Menschen tragen dabei Verletzungen davon, bis zu 40 sterben jedes Jahr sogar in den Flammen. Umso wichtiger ist es, sich im Ernstfall richtig zu verhalten. Vor allem gilt es, Ruhe zu bewahren. Schnelles, aber durchdachtes Handeln kann bei Wohnungsbränden Menschenleben retten.

Wichtige Verhaltensregeln

Wenn es brennt, sollten diese Regeln unbedingt eingehalten werden:

  • Die Feuerwehr rufen
    Sobald ein Feuer bemerkt wird, sollte sofort die Feuerwehr verständigt werden (Notruf: 118). Auch ein kleines Feuer kann sich schnell ausbreiten und zu einem grossen Brand werden.
  • Auf sich aufmerksam machen
    Wenn das Treppenhaus durch den Brand verqualmt ist, ist es wichtig, die Wohnungstür geschlossen zu halten und Türritzen mit feuchten Tüchern abzudichten. Keinesfalls sollte manversuchen, durch den Qualm nach draussen zu kommen. Bei Bränden ist die häufigste Todesursache das Ersticken.
  • Den Brand selbst bekämpfen
    Nur falls die eigene Gesundheit durch den Brand offensichtlich nicht gefährdet ist, kann es sinnvoll sein, den Brand selbst zu bekämpfen. Bei kleineren Feuern reicht häufig ein einfacher Feuerlöscher, eine weitere Ausbreitung wird so verhindert.
  • Nachbarn verständigen
    Hausbewohner, die den Brand möglicherweise noch nicht mitbekommen haben, sollten – falls möglich – darüber informiert werden. Diejenigen, die sich am nächsten am Brandherd befinden und unmittelbar betroffen sein könnten, zuerst.
  • Falls ein Fluchtweg frei ist: das Haus verlassen
    Wer sich davon überzeugt hat, dass das Treppenhaus nicht verqualmt und die Flucht nach draussen somit möglich ist, sollte das Haus verlassen. Auch hier zählt schnelles, aber ruhiges Vorgehen. Wenn es in der eigenen Wohnung brennt, auf jeden Fall die Tür zum Brandraum schliessen – so kann sich das Feuer schlechter ausbreiten. Falls möglich, Hilfsbedürftigen beim Weg ins Freie helfen. Keinesfalls den Aufzug benutzen.
  • Warten bis die Feuerwehr eintrifft
    Schliesslich gilt es zu warten bis die Feuerwehr eintrifft. Sobald diese vor Ort ist, sollten sie über die wichtigsten Informationen über den Brand und die Situation im Haus versorgt werden.

Schweizer greifen bei Wohnungsbrand vor allem zu wichtigen Dokumenten

Wie eine Studie von immowelt.ch ergeben hat, denken viele Schweizer im Brandfall aber nicht nur an Leib und Leben, sondern möchten auch ihre liebsten Gegenstände retten. Bei der Flucht aus der Wohnung greifen rund die Hälfte der Schweizer zuerst nach wichtigen Papieren wie Pässen, Versicherungspolicen oder Sparbüchern. Gute Chancen gerettet zu werden haben auch noch Laptop, Handy und Fotoalbum. Dabei gibt es Unterschiede bei den Geschlechtern. Während fast jeder fünfte Mann seinen Laptop aus den Flammen retten würde, greifen Frauen bei der Flucht aus dem Haus eher zum Fotoalbum (14 Prozent).

10.09.2014


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