Die perfekt ausgestattete Hausapotheke – Das gehört hinein

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Das Fieber kommt über Nacht, der Finger blutet nach dem Gemüse Schnippeln, der Kopf dröhnt unaufhörlich – in vielen Situationen ist eine gut sortierte Hausapotheke äußerst nützlich und kann den Arztbesuch ersparen. Doch welche Medikamente gehören in die Hausapotheke und wo sollten sie am besten gelagert werden?

Hausapotheke, Verbandmaterial, Pflaster, Binde, Notfall, Foto: hansgeel/fotolia.com
Pflaster und Verbandmaterial dürfen in keiner Hausapotheke fehlen. Gerade bei der tagtäglichen Küchenarbeit und dem Umgang mit scharfen Messern kann es leicht zu Verletzungen kommen. Foto: hansgeel/fotolia.com Foto: hansgeel/fotolia.com

Besonders im Haushalt kommt es häufig zu Notsituationen oder Verletzungen. Oftmals muss es dabei schnell gehen. Gut, wenn Verbandsmaterial und Medikamente griffbereit in der Hausapotheke vorhanden sind. Neben Mull-Binden, Verbandklammern und Pflastern ist auch Haut- sowie Wunddesinfektionsmittel bei Verletzungen mit offenen Wunden unverzichtbar und sollte in keiner Hausapotheke fehlen. Zum Entfernen von Splittern empfiehlt sich zudem eine Pinzette.

Aber nicht nur für schwerere Verletzungen, auch für die kleinen Beschwerden im Alltag, wie einer Erkältung oder einem verstauchten Knöchel, hat eine gut sortierte Hausapotheke die passenden Mittel. Geeignete Medikamente sollen für Linderung sorgen und gegebenenfalls dabei helfen, die Zeit bis zum Arztbesuch zu überbrücken. Schmerz- und Erkältungsmittel gehören dabei genauso zum Grundrepertoire einer Hausapotheke wie Präparate gegen Magen-Darm-Probleme. Auch Salben oder Cremes gegen Insektenstiche und Sonnenbrand sind zu empfehlen. Um Sportverletzungen wie Prellungen oder Verstauchungen schnell auf eigene Faust zu verarzten, sind neben Verbandsmaterial auch schmerzlindernde Salben notwendig.

Generell gilt allerdings: Bei unklaren Schmerzen, starken Verbrennungen oder länger anhaltenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Inhalt der idealen Hausapotheke im Überblick:

  • persönliche, vom Arzt verschriebene Medikamente
  • Erkältungsmittel
  • Schmerz- und fiebersenkende Mittel
  • Mittel gegen Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
  • Mittel gegen Insektenstiche und Sonnenbrand
  • Elektrolyte zum Ausgleich eines Flüssigkeitsverlustes
  • Fieberthermometer
  • Pinzette
  • Hautdesinfektionsmittel
  • Wunddesinfektionsmittel
  • Verbandsmaterial (Mull-Kompresse, Verbandschere, Pflaster und Binden, Dreieckstuch)

Wohin mit der Hausapotheke?

Viele Menschen begehen den Fehler und suchen sich für die Hausapotheke denkbar ungeeignete Aufbewahrungsorte aus. Das feuchtwarme Badezimmer ist, genauso wie die Küche, für Medikamente und Verbandszeug Gift. Eine geeignete Alternative ist das Schlafzimmer: hier ist es in der Regel kühl und trocken – perfekte Bedingungen für Medikamente.

Ein normaler Schrank ist für die Aufbewahrung der Medikamente völlig ausreichend, einen besseren Überblick über den Inhalt bietet allerdings ein spezieller Medizinschrank. Bei Haushalten mit Kindern sollte die Hausapotheke verschließbar sein. So geraten Tabletten oder Salben nicht in die falschen Hände. An der Innenseite kann ein Zettel mit wichtigen Telefonnummern (Arzt, Krankenhaus, Giftnotruf und Apotheke) befestigt werden. So sind die Nummern im Notfall sofort bei der Hand.

Verfallsdatum beachten!

Arzneimittel besitzen, ähnlich wie Lebensmittel, ein Verfallsdatum. Es gibt an, wie lange das Medikament bei sachgemäßer Lagerung haltbar ist. Da viele Inhaltstoffe nach Ablauf der Mindesthaltbarkeit ihre Wirkung verlieren oder sogar gesundheitsschädlich werden, sollten Tabletten, Pillen und Co. regelmäßig überprüft werden. Abgelaufene Medikamente können dann gemäß den Anweisungen im Beipackzettel entsorgt und durch neue ersetzt werden. Augentropfen und Nasensprays sollten sofort nach der Anwendung weggeworfen werden, da sich hier schnell Keime ausbreiten. Ähnliches gilt bei verschreibungspflichtigen Medikamenten. Sobald der Patient wieder gesund ist, sollte er die Reste entsorgen. Wer die Präparate ohne Rücksprache mit einem Arzt einnimmt bringt seine Gesundheit in Gefahr.

02.05.2014


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