Der Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK)

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Eine hohe Energieeffizienz bei Immobilien sorgt für geringere Heizkosten, schont die Umwelt und erhöht den Verkaufswert. Um beurteilen zu können, wie energieeffizient ein Haus ist, gibt es den Gebäudeenergieausweis der Kantone, kurz GEAK. Er zeigt, wie viel Energie eine Immobilie bei einer Standardnutzung benötigt.

GEAK, Foto: ENDK Konferenz Kantonaler Energiedirektoren
Der GEAK gibt detailliert Auskunft über die Energieeffizienz einer Immobilie. Foto: ENDK Konferenz Kantonaler Energiedirektoren Foto: ENDK Konferenz Kantonaler Energiedirekt

Der GEAK ist der offizielle Energieausweis der Kantone. Mit ihm haben Immobilienbesitzer die Möglichkeit, ihr Gebäude energetisch bewerten zu lassen. Er ist so die ideale Grundlage für eine spätere Sanierung. Verantwortlich für den Ausweis ist die Konferenz Kantonaler Energiedirektoren (EnDK), die den GEAK im August 2009 gemeinsam mit dem Hauseigentümerverband Schweiz (HEV) ins Leben gerufen hat.  Schweizweit gelten für die Erstellung des GEAK die gleichen Kriterien und Berechnungswerte. So können Gebäude auch über Kantonsgrenzen hinweg miteinander verglichen werden.

Eine Pflicht für den GEAK gibt es nur in wenigen Kantonen und auch nur bei Handänderungen oder für die Beantragung von Fördergeldern. Dennoch lohnt sich der Energieausweis für Hausbesitzer – schließlich können sie den Energiebedarf ihres Gebäudes so richtig einschätzen und auf dieser Grundlage daran arbeiten, die Energieeffizienz zu verbessern.

Was im GEAK steht

Der Gebäudeenergieausweis der Kantone enthält zunächst Daten zum Objekt wie eine Beschreibung der Gebäudehülle, der Türen und Fenster und des Daches und Informationen über die Energieträger. Gebäudezustand und Gesamtenergieeffizienz werden benutzerunabhängig beschrieben. Jedes Haus wird in eine GEAK-Klasse von A bis G eingeteilt, wobei A für eine hervorragende Wärmedämmung und G für eine höchstens lückenhafte Dämmung steht. Zusätzlich enthält das Dokument Kenndaten zum jährlichen Energiebedarf in Kilowattstunden.

Varianten und Kosten

Aktuell werden drei verschiedene Varianten des GEAK angeboten:

  • Der GEAK Light ist die kostenlose Online-Variante. Hausbesitzer können sich unter www.geak.ch rasch einen Eindruck von der Energieeffizienz ihrer Liegenschaft machen. Im Rahmen eines Online-Fragebogens müssen sie hierzu nur einige Fragen zu ihrer Immobilie beantworten. Das Dokument ist allerdings nur ein Anhaltspunkt und nicht offiziell gültig.
  • Der offiziell gültige GEAK wird von einem zertifizierten GEAK-Experten erstellt, der die Immobilie mit dem Eigentümer besichtigt und sich ein genaues Bild vom Haus und den Verbrauchsdaten macht. Er kostet je nach Anfahrtswegen und Größe des Hauses zwischen 400 und 800 Franken.
  • Der GEAK Plus enthält zusätzlich einen detaillierten Beratungsplan und Vorschläge für Modernisierungsmaßnahmen. Im Rahmen eines Beratungsgesprächs werden verschiedene Varianten entwickelt, wie eine höhere Energieeffizienz des Gebäudes erreicht werden könnte. Ein GEAK Plus für ein Einfamilienhaus kostet etwa zwischen 1.500 und 2.000 Franken, bei Mehrfamilienhäusern sind die Kosten meist wesentlich höher.

Wer den GEAK ausstellt

Der GEAK darf nur von zertifizierten GEAK-Experten ausgestellt werden. Für die Zertifizierung zugelassen sind verschiedene Berufe, darunter Haustechnikplaner, Ingenieure und Energieberater. Eine ausführliche Liste von GEAK-Experten finden Hausbesitzer im Internet unter www.geak.ch.

11.03.2014


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