Richtig heizen und lüften für ein gesundes Raumklima

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Die längste Zeit am Tag verbringen die meisten Menschen in geschlossenen Räumen. Da haben Feuchtigkeit und Schimmel natürlich nichts zu suchen. Bei der Vermeidung spielt besonders das Heiz- und Lüftungsverhalten eine grosse Rolle. Wer richtig heizen und lüften will, sollte daher ein paar grundlegende Tipps und Tricks beachten.

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Richtig heizen und lüften ist wichtig. Die Absenkung der Raumtemperatur von 24 auf 20 Grad verringert die Heizkosten um rund 25 Prozent. Foto: apops/fotolia.com Foto: apops/fotolia.com

In einem Vierpersonenhaushalt entstehen tagtäglich rund zwölf Liter Feuchtigkeit, die sich in Form von Wasserdampf in der Raumluft festsetzen. Vor allem in den Wintermonaten kann so die Luftfeuchtigkeit schnell auf über 70 Prozent ansteigen, was die Gefahr der Schimmelbildung stark erhöht. Die Feuchtigkeit muss deshalb durch Lüften aus der Wohnung herausbefördert werden. Auch durch richtiges Heizen lässt sich Schimmel vermeiden.

Öfters am Tag die Wohnung lüften!

Als Richtlinie beim Lüften gilt: Mindestens zwei- bis viermal täglich die Wohnung durchlüften, je nachdem, wie oft und wie lange man sich in den Räumen aufhält. Im Schlafzimmer sollte nach dem Aufstehen gut gelüftet werden. Dadurch verschwindet die Feuchtigkeit, die sich nachts in der Luft, in den Möbeln und im Putz festgesetzt hat. Auch direkt nach dem Duschen, Kochen oder Bodenwischen ist es empfehlenswert stosszulüften. Am besten bei geschlossenen Türen – so gelangt die feuchte Luft am schnellsten nach aussen.

Falsches Lüften in den Wintermonaten wirkt sich stark auf den Energieverbrauch und somit auch auf die Kosten aus. Am sinnvollsten ist es, bei weit geöffneten Fenstern und Innentüren kurzzeitig durchzulüften. Generell sollten Fenster aber nach einer Weile wieder geschlossen werden. Ansonsten kühlt die Wohnung zu sehr ab. Gleiches gilt im Schlafzimmer. Wer in der Nacht gerne bei offenem Fenster schläft, sollte daran denken, die Türen zu anderen Zimmern geschlossen zu halten.

Richtig heizen: Wohnung nie ganz auskühlen lassen

Beim Heizen sollten ein paar grundlegende Dinge beachtet werden, die leicht umzusetzen sind. Um nicht direkt nach aussen zu heizen, ist es wichtig, bei geöffneten Fenstern die Heizung komplett abzudrehen. Dafür muss das Thermostatventil auf der Nullstellung, die gleichzeitig die Frostsicherung ist, stehen. Ansonsten heizt sich der Heizkörper wegen der kalten einströmenden Luft automatisch auf und die Wärme wird direkt nach aussen abgegeben.

Die Temperatur der Wohnung sollte immer dem persönlichem Empfinden angepasst werden. Generell sollten die Wohnräume aber nicht überheizt werden. Unnötig hohe Temperaturen kosten bares Geld und steigern das Risiko für Erkältungen. Im Wohnzimmer und der Küche genügen 19 bis 21 Grad. Das Badezimmer kann auch etwas mehr aufgeheizt werden – 21 bis 23 Grad sind hier ideal. Für einen angenehmen Schlaf sind im Schlafzimmer 18 Grad völlig ausreichend.

In der Zeit, in der man sich nicht in der eigenen Wohnung aufhält, kann die Temperatur gesenkt werden. Gleiches gilt auch nachts. Zur Orientierung: Durch das Absenken der Raumtemperatur um ein Grad lassen sich etwa sechs Prozent an Heizkosten sparen. Dennoch sollte die Temperatur in wenig genutzten Räumen die 15-Grad-Marke nicht unterschreiten. Ansonsten kann Feuchtigkeit kondensieren und sich Schimmel bilden. Je niedriger die Temperatur ist, desto häufiger sollte deswegen gelüftet werden.

04.03.2014


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